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Die Fliege oder: Das Festtagsmahl (nach einer wahren Begebenheit)

 

Elvira wird 50! Um diesem Anlass gerecht zu werden, bereitet sie, gemeinsam mit zwei Freiwilligen, den Freundinnen Martha und Thilda, ein Festtagsmahl für die zahlreichen Freunde und Freundinnen zu, die am Nachmittag erwartet werden. Bereits seit sieben Uhr sind die drei kochend, backend und bratend mit dem Buffet, das diesem Tag die Krönung verleihen soll, beschäftigt.

Rotwangig und mit viel Gelächter quirlen und rühren die drei Damen weiter und immer weiter. Der Backofen ist im Dauereinsatz und eine Fliege mit Namen Musca domestica (Gemeine Stubenfliege) sieht von der Fensterscheibe her mit wachsendem Interesse dem Geschehen in der Küche zu.

 

Sie beobachtet fasziniert, wie sich der Tisch füllt, und nimmt dabei die unterschiedlichsten, höchsten Genuss verheißenden Düfte wahr. Sie beschließt, vorsichtig einen Testflug über das Nahrungsangebot zu wagen. Schon kreist sie in angemessener Höhe über die Berge der Leckereien. Der Duft aus einer kleinen Glasschüssel zieht sie magisch an.

 

Doch Vorsicht! Nur nichts überstürzen! Erst mal ein sicheres Plätzchen für die Landung suchen. Schließlich soll dies nur ein erster Orientierungsflug sein! Und bei drei gewiss feindlich gesinnten Riesenwesen heißt es vor allem: Vorsicht walten lassen! Sie landet auf dem Schrank gegenüber vom Fenster. Und wartet.

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